Halsbandsittich (Psittacula krameri)

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Halsbandsittich (Psittacula krameri)

Beitrag#1von Lucutus » 18. Jan 2014 20:07

Hallo,

es hat lange gedauert, aber heute habe ich die Bande endlich mal erwischt :D . Sie saßen in einer 30m hohen Pappel und fühlten sich dort so sicher, dass sie mich in aller Ruhe meine Bilder machen ließen. Die Halsbandsittiche (Psittacula krameri) sind hier sonst sehr scheu. Man kommt kaum nah genug ran um vernünftige Fotos zu machen. Außerdem sind sie in der Zeit, wenn die Bäume Laub tragen, kaum zu sehen, nur gut zu hören. Es handelt sich zwar um eingeschleppte Neozoen, gelten mittlerweile aber als eingebürgerte Art.

So wie es aussieht habe ich nur Weibchen erwischt. Ihnen fehlt das schwarze Halsband. Das haben nur die Männchen.
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Re: Halsbandsittich (Psittacula krameri)

Beitrag#2von Scruffy » 18. Jan 2014 20:14

Stark!!! :D
Sehen und hören möchte ich sie auch mal.
Kann es sein das sie sich immer mehr ausbreiten?
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Re: Halsbandsittich (Psittacula krameri)

Beitrag#3von Helmut 07 » 18. Jan 2014 20:24

Hammer :!:
Solch etwas nenne ich mal eine Freivoliere :lol:
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Re: Halsbandsittich (Psittacula krameri)

Beitrag#4von Lucutus » 18. Jan 2014 20:29

Scruffy hat geschrieben:...hören möchte ich sie auch mal....

Hier gibt es mittlerweile Leute, die das ganz anders sehen. Die sind LAUT!!! Und nervig. :D

Scruffy hat geschrieben:...Kann es sein das sie sich immer mehr ausbreiten?

Ich weiß nicht, wie es an anderen Gegenden aussieht, aber hier werden es immer mehr. Ich habe die Halsbandsittiche schon beobachtet, dass sie in den Lüftungsrohren von Hochhäusern Brüten. Sie scheinen da nicht sehr wählerisch zu sein. Sie nehmen auch den Spechten die Nisthöhlen weg.

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Re: Halsbandsittich (Psittacula krameri)

Beitrag#5von Scruffy » 18. Jan 2014 20:37

Aus welcher Stadt hörte man denn als erstes das es sie da gibt?
Ich kann mich nur erinnern, dass vor Jahren immer nur von einer Stadt berichtet wurde.
LG Elke

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Re: Halsbandsittich (Psittacula krameri)

Beitrag#6von Lucutus » 18. Jan 2014 20:41

Ich glaube, das war Köln. Von da war es ja nicht mehr weit bis hier hin. In unserem Stadtgarten dürfte es mittlerweile ein paar hundert Exemplare geben. Irgendwo hört man die dort immer, kriegt sie aber nicht vor die Linse.

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Re: Halsbandsittich (Psittacula krameri)

Beitrag#7von Helmut 07 » 18. Jan 2014 20:46

Lucutus hat geschrieben:Ich glaube, das war Köln.

Gab es die nicht zuerst in Wiesbaden , Achim ?
LG Helmut
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Re: Halsbandsittich (Psittacula krameri)

Beitrag#8von Lucutus » 18. Jan 2014 20:50

Von Wiesbaden habe ich in dem Zusammenhang noch nichts gehört, Helmut. :?:

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Re: Halsbandsittich (Psittacula krameri)

Beitrag#9von Scruffy » 18. Jan 2014 20:54

Neubürgertum

Als Neubürger (Neozoon), der Bestände aus Gefangenschaftsflüchtlingen aufbauen konnte, ist er zunehmend in städtischen Gebieten der nördlichen Mittelmeerländer als Kulturfolger zu finden. Alexander der Große brachte ihn vor mehr als 2300 Jahren aus Asien nach Griechenland, daher auch die Bezeichnung „Alexandersittich“.[2] Außerdem findet man ihn im Raum Paris, in den größeren Städten Belgiens, den Niederlanden sowie im Süden und Osten Englands, wo er seit den 1930er Jahren bekannt ist. Zwischen den 1970er und 1990er Jahren gab es in Österreich zwei Brutansiedlungen, im Wiener Türkenschanzpark und im Innsbrucker Hofgarten.[3] Darüber hinaus gibt es eingebürgerte Vorkommen in den USA, in Südafrika und Japan.

In Deutschland traten 1969 die ersten Halsbandsittiche in Köln auf; inzwischen (2011) leben dort geschätzt knapp 2000 Exemplare[4]. Weitere unabhängige Vorkommen liegen entlang des Rheins, besonders in Düsseldorf, Wiesbaden (zusammen mit Mainz 2011: ca. 1500 Tiere im Sommer am Schlafplatz)[5], Worms, Mannheim/Ludwigshafen (Schlafplatz Ludwigshafen – vermutlich mit Sittichen aus Worms, Frankenthal und den wenigen Tieren aus dem Rhein-Neckar Gebiet im Sommer 2011: 1640 Tiere)[6] und Heidelberg. Ausgehend von diesen bildeten sich neue Populationen in Bonn, Mainz und Speyer. Dabei begann die Besiedlung des Rhein-Neckar-Raums ab dem Jahr 1973.[7] Die ersten Sichtungen in Frankfurt am Main stammen aus dem Jahr 2012.[8] In Deutschland betrug im Jahr 2006 der Bestand 6000–7000 Individuen und 650–880 Brutpaare.[9] Für 2011 wird die Bestandsgröße für Deutschland mit 7500 Tieren und rund 1500 Brutpaaren angegeben.[10]
Halsbandsittiche bei der Nahrungsaufnahme in einer Eibe in Heidelberg

In Deutschland brütet der Halsbandsittich besonders gerne in Höhlen alter Baumbestände, wie sie in Parks, Friedhöfen und großen Gärten vorkommen. Dabei bevorzugt er Platanen, die er auch als Schlafbäume nutzt. Seit einigen Jahren brüten Halsbandsittiche, v. a. in Heidelberg, auch in der Styroporschicht der Außenfassaden wärmegedämmter Gebäude. Über die Auswirkungen der Anwesenheit des Halsbandsittichs ist noch nicht genügend bekannt. Befürchtet wird vor allem Konkurrenz zu anderen höhlenbrütenden Vogelarten und Nahrungskonkurrrenz mit anderen fruchtfressenden Vogelarten, ferner Lärmbelästigung und Verkotung unter Massenschlafplätzen.[11] Im Frühsommer ziehen die Tiere in Schwärmen von jeweils 10–30 Exemplaren während der Nahrungssuche durchs Stadtgebiet und die Obstanbauflächen der Umgebung.

Quelle: Wikipedia
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Re: Halsbandsittich (Psittacula krameri)

Beitrag#10von AlfvonMelmac » 26. Jan 2014 13:21

Ich habe die Halsbandsittiche das erstemal 1991 in Köln gesehen beim Fußball , Rostock gegen FCK, da flog ein Paar über das Stadion, dann wieder im Winter ca 2008 -2009, in der Nähe der Heidelberger Uni, in einer Hecke saß ein kleiner Trupp, die sehr schnell und Geschickt zwischen den einzelnen Hecken im Tiefflug rasend die Plätze wechselten, vielleicht wegen Sperber angriffe.

Ich sehe die Problematik als Nistplatzkongurrenz mit heimischen Arten eher gelassen, Stare gibt es zu Millionen Exempl. und Brüten selber an den umöglichsten Standorten, die können ausweichen. Spechte brüten eher in Waldreiche Gegenden und da kommt der Sittich nicht vor, in den Stadtparks wird sich ein brütender Specht sich schon gegen die Sittiche durchsetzen können, denn die sind wehrhaft. Gegen Dohlen und Tauben haben die Sittiche keine Chance, der Nabu erwähnt in seine Veröffentlichung den Sittich auch als Nistplatzkongurrenz zur Hohltaube, aber die Hohltaube ist ein scheuer Waldvogel und da gibt es keine Halsbandsittiche.

Eher sehe ich die Problematik Mensch - Halsbandsittich, erstmal den Lärm den so ein Trupp von 1000 Sittiche veranstalten kann, dann für die Kleingartenbesitzer, wo ein Trupp dieser Vögel im nu schon die Obsternte vernichten kann, da sie auch viel runterschmeissen was sie gar nicht fressen.

In einer Welt wo Menschen gegen Kinderlärm klagen, wo ein Stadtmensch in ein Dorf zieht und gegen die Nachbarn klagt weil der Hahn zu laut kräht, werden genau diese Gestörten Kaputten Typen, versuchen den Halsbandsittich loszuwerden und wenn es nur das ist, das eine bunte Papageienfeder den einheitlichen frischgrünen gemähten Rasen stört.
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